Ein Anruf, der mein Leben in sekundenbruchteile in Stuecke riss.
So unerwartet kam der Schicksalsschlag, der sich am Dienstag, den 28.08.2007 ereignete.
Der Zeitpunkt der schlechteste, doch jeder andere Zeitpunkt waere es auch.
Als ich am Dienstag, 28.08.07, um 05:45 Uhr aufstand, dachte ich nicht daran das dieser Tag mein Leben veraendern wuerde.
Ich bin um kurz nach 06:00 Uhr, ins Nachbarhaus zu meiner Ma gegangen, um sie zu Bekannte zu fahren, da sie in die Dominikanische Republik fliegen wollte, um 3 Wochen Urlaub zu geniessen.
Ich habe meine Ma abgesetzt und ihnen viel Spass gewuenscht. Auf dem Weg nach Hause, hielt ich in Odendorf an der Baeckerei um fuer mich und Manuela Broetchen zu holen.
Als ich wieder in den Wagen stieg, klingelte das Telefon.
Ich sah das es mein Bruder
Bernd war und dachte mir 'Ne, kurz nach sieben, ist zu frueh' und wollte nicht dran gehn, aber irgendwas hat mich doch dazu bewegt dran zu gehn.
Dann sagte mir diese vertraute Stimme, dass unser Vater heut morgen gestorben ist.
Ich konnte es nicht glauben und waehlte sofort die Nummer von meinem Vater, meine Stiefschwester ging ans Telefon und bestaetigte heulend den Tod meines Vaters.
Als ich bei uns vor der Tuer ankam, habe ich mir fest vorgenommen es meinen Schwestern erst zu sagen wenn sie sitzen. Doch Linda, die mir die Tuer aufmachte, sah schon das was nicht stimmte....
Wie erklaert man es, wenn man es selbst nicht versteht?
Wie beschreibt man es, wenn man es selbst nicht glauben kann?
Wie spricht man die Wahrheit aus, wenn man an dieser zweifelt?
Als ich es ihnen sagte, warteten wir auf meinen Bruder Markus und sind dann nach Troisdorf gefahren.
Als wir ausstiegen, kam der Bestatter gerade mit meinem Vater raus.
Es faellt schwer zu glauben, das der Mann tot ist, der immer der starke war, immer die Familie zusammengehalten hat,immer die Ruhe selbst war. Der versucht hat nie Schwaeche zu zeigen oder das ihm was fehlte.
Wenn ich abends, gegen 22:00 Uhr auf mein Handy schaue, denke ich das mein Vater gleich anruft, doch leider wird er nicht mehr anrufen. Mich nicht mehr Fragen wie es den Eifeler geht.
Ich bin froh das ich am 16.08. noch auf seinem Geburtstag war.
Ich bin froh das ich soweit alles geklaert habe mit meinem Vater, das ich ihm die Ruhe von Herzem goennen kann.
Ich weiss, das er wusste das wir ihn lieben, doch bereue ich es das ich es ihm nicht oefters gesagt habe.
Er fehlt mir, es fehlt mir ihn anzurufen, mir Ratschlaege von ihm geben zu lassen.
Es fehlt mir seine Stimme zu hoeren, wenn er von seine Jugend erzaehlte, was er alles erlebt hat.
Oft erzaehlte er mir dasselbe wieder und wieder und ich sagte mir innerlich 'nicht schon wieder die Geschichte'
und heute denke ich, koennte er mir doch noch einmal die Story erzaehlen von seinen Jungs und ihm, wie sie die Gegend unsicher gemacht hat.
Das Leben geht weiter und man kann die Zeit nicht zurueckdrehen, die Welt bleibt auch nicht stehn, obwohl sowas schreckliches passiert ist.
Papa, wir lieben dich.
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| 16.08.1946 - 28.08.2007 |
Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen,
wo die Haende das Unbegreifliche nicht fassen koennen,
bleibt einzig die Gewissheit, dass Du immer in unserem Herzen fortleben wirst. |